Krankheitsbild

Die Lungenentzündung, auch als Pneumonie bekannt, ist eine Entzündung des Lungengewebes, die durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht wird. Betroffen sind dabei auch oft die Lungenbläschen, in denen der Sauerstoffaustausch stattfindet.

 

Die Symptome einer Lungenentzündung können am Anfang einem normalen Husten bei einer Erkältung oder Grippe ähneln, weshalb sie oft erst später erkannt wird. Zu den typischen Anzeichen gehören:

  • Hohes Fieber: Plötzliches Fieber, oft mit Schüttelfrost, ist ein häufiges Symptom, besonders bei bakteriellen Lungenentzündungen.
  • Husten: Anfangs kann der Husten trocken sein, später oft produktiv, begleitet von Auswurf. Der Schleim kann gelblich, grünlich oder – in seltenen Fällen – blutig sein.
  • Atemnot: Betroffene bemerken häufig Kurzatmigkeit und ein Engegefühl in der Brust, besonders bei Anstrengungen. In schweren Fällen kann bereits in Ruhe Atemnot auftreten.
  • Brustschmerzen: Stechende Schmerzen beim Atmen oder Husten deuten darauf hin, dass das Gewebe rund um die Lunge entzündet ist.

 

Wichtig: Eine Impfung gegen Pneumokokken kann das Risiko einer Lungenentzündung deutlich senken, besonders für Risikogruppen wie Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen und Immungeschwächte. Für anhaltenden Schutz wird Erwachsenen eine Auffrischung der Pneumokokken-Impfung alle sechs Jahre empfohlen.

Diagnostik

Die Diagnose einer Lungenentzündung beginnt mit einem Gespräch, um die Symptome und das allgemeine Befinden zu klären. Auch werden die Lungen mit dem Stethoskop abgehört. Um den Verdacht zu bestätigen, werden in der Regel bildgebende Verfahren wie Röntgen oder eine CT der Lunge eingesetzt. Eine Blutuntersuchung kann zudem Hinweise auf Entzündungswerte geben und klären, ob die Pneumonie bakteriell oder viral bedingt ist.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Lungenentzündung und der Schwere der Symptome. Bei bakteriellen Pneumonien kommen Antibiotika zum Einsatz, während virale Infektionen eher symptomatisch behandelt werden, z. B. mit fiebersenkenden Mitteln und Hustenstillern. Zusätzlich sind Ruhe und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Bei besonders schweren Verläufen kann eine stationäre Behandlung notwendig sein, um die Sauerstoffversorgung sicherzustellen und intensivmedizinische Betreuung zu ermöglichen.

Informationsmaterial

  • Lungenerkrankungen durch nicht-tuberkulöse Mykobakterien (NTM)